Internationale Romane

Elena 
Ferrante, Tage des Verlassenwerdens. Roman. SuhrkampElena Ferrante
Tage des Verlassenwerdens

Seit fünfzehn Jahren verheiratet, gut situiert, zwei Kinder: Olga ist nicht berufstätig, wollte sich mal ganz dem Schreiben widmen, aber Haushalt und Familie hinderten sie daran, Schriftstellerin zu werden. Mario verdient das Geld – eine klassische Rollenverteilung.

Erik Fosnes Hansen, Ein Hummerleben. Roman. Kiepenheuer & WitschErik Fosnes Hansen
Ein Hummerleben

Sedd ist dreizehn und lebt mit seinen Großeltern in ihrem Grandhotel in den norwegischen Bergen, fernab üblicher Touristenpfade. Die Gäste werden weniger, die verlockenden Reiseziele im Süden machen es Direktor Zachariassen schwer, den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Maria Kjos Fonn, 
Kinderwhore. Roman. CulturbooksMaria Kjos Fonn
Kinderwhore

"Warum schlafe ich mit so vielen Männern, dachte ich, es gefällt mir doch gar nicht. Es gefällt mir nicht. Das war ein seltsamer Gedanke. Als ob ich eine Wahl hätte. Über meinem Bett hing das Plakat von Courtney Love. When I grow up I wanna be a kinderwhore. Ich nahm es ab."

Milenko Goranović, Das Rot, das nach Asche riecht. Roman. Wieser VerlagMilenko Goranović
Das Rot, das nach Asche riecht

"das begreifen eines stoffes mit den händen kann ebenso schön empfunden werden wie eine farbe vom auge oder ein klang im ohr."
(Otti Berger: Stoffe im Raum. In: Bauhaus-Sonderheft »Red«, 1930)

Valeria Luiselli, Archiv der verlorenen Kinder. Roman, Verlag Antje KunstmannValeria Luiselli
Archiv der verlorenen Kinder

Wie soll man das Leid von Kindern hörbar machen, die auf der Flucht sind, es in Interviews abbilden, in Originaltönen und Geräuschen, ohne ihre Trauer und Verzweiflung auszubeuten, wie es die Medien immer wieder tun?

 

Anna Enquist, Denn es will Abend werden. Luchterhand LiteraturverlagAnna Enquist
Denn es will Abend werden

Vier Menschen, die ein gemeinsames Trauma verbindet: Als Streichquartett haben sich Jochim und Carolien, Heleen und Hugo regelmäßig auf dessen Hausboot getroffen, um zu musizieren, Spaß zu haben und Ruhe zu finden. Aber das gemeinsame Spiel wird eines Tages jäh unterbrochen – mit unerträglichen Folgen für alle.

Ferrante, Frantumaglia - 
mein geschriebenes Leben. SuhrkampElena Ferrante
Frantumaglia
Mein geschriebenes Leben

Ein Buch für alle, die Elena Ferrantes Bücher lieben, die nicht nur ihre vierbändige Neapel-Serie "Meine geniale Freundin" verschlungen haben, sondern auch ihre frühen Romane - "Frau im Dunkeln" und "Lästige Liebe".

Eveline Hasler, 
Tochter des Geldes. Roman eines Lebens. Nagel & KimcheEveline Hasler
Tochter des Geldes
Mentona Moser – die reichste Revolutionärin Europas

Als Mentona Moser aus London zurückkehrt, wo sie Sozialarbeit studiert und in den Armensiedlungen der Stadt praktische Arbeit geleistet hat, muss sie ihre Mutter nach Rom begleiten, die die trüben Winterwochen nicht in der Schweiz verbringen will.

Jirí Weil, Mendelssohn auf dem Dach. Roman. Wagenbach OktavheftJiří Weil
Mendelssohn auf dem Dach

"Die Stadt lag wie unter dem Bannspruch eines bösen Zauberers, es war, als ob sich dort Gespenster bewegen würden, Schatten ohne Leben."

María Gainza, Lidschlag. Roman. Salto Verlag Klaus WagenbachMaría Gainza
Lidschlag

"Ich musste daran denken, dass sich in dem Abstand zwischen dem, was man schön findet, und dem, was einen vollkommen in seinen Bann schlägt, die ganze Kunst abspielt und dass diese unterschiedliche Wahrnehmung oft von den scheinbar unbedeutendsten Winzigkeiten abhängt."

Elif Shafak, 
Unerhörte Stimmen. Roman. Kein und AberElif Shafak
Unerhörte Stimmen

"Tequila Leila, so hieß sie daheim und bei der Arbeit in dem rosenholzfarbenen Haus in der Kopfsteinpflastergasse unten am Kai zwischen Kirche und Synagoge, zwischen Lampenläden und Kebabbuden – in der Straße mit Istanbuls ältesten amtlich zugelassenen Bordellen."

Marie Darrieussecq, 
Unser Leben in den Wäldern, Secession Verlag für Literatur Marie Darrieussecq
Unser Leben in den Wäldern

Ein schmaler Roman, gerade mal 110 Seiten, in dem uns die Ich-Erzählerin Marie ziemlich atemlos mitteilen will, dass sie aus einer Welt geflohen ist, in der der Mensch über implantierte Chips komplett vernetzt, ständig online und damit steuerbar geworden ist.