Romane

Wolfgang Schömel
Die große Verschwendung
Der Autor ist Literaturreferent der Hansestadt Hamburg. Mit einem "eventkulturellen Projekt" befasst sich sein neuer Roman, und der spielt in Bremen und ist eine Politsatire, wie sie sozusagen in der Zeitung steht. "Maritime Oper" soll das Vorhaben heißen, und klar, es soll nicht bei einem simplen Opernhaus am Wasser, auf dem zugeschütteten Hafenbecken, bleiben...

Michael Degen
Familienbande
Es ist der jüngste Sohn der Manns, Michael, genannt Bibi, dessen Leben Degen erzählt. Während Thomas Mann die Tochter Medi, nur ein Jahr älter, vergöttert, ist Bibi unwillkommen (Mann wollte eine Abtreibung) und bekommt von väterlicher Seite die gesamte negative Gefühlspalette zu spüren, von Desinteresse bis Ablehnung.

Klaus Modick
Sunset
Ein Tag im August 1956. Der seit 15 Jahren in Kalifornien lebende deutsche Großschriftsteller Lion Feuchtwanger erhält ein Telegramm aus Ostberlin: BERTOLT BRECHT GESTORBEN. So beginnt der Roman von Klaus Modick, der sich in diesem Buch erneut mit dem amerikanischen Exil deutschsprachiger Autoren und den Zumutungen der McCarthy-Ära auseinandersetzt.

Dirk Kurbjuweit
Kriegsbraut
"Kriegsbraut" lautet markant der Titel von Kurbjuweits neuem Roman, der in Berlin und Afghanistan spielt. Er setzt sich damit auseinander, wie sich das, was man so sachlich-kühl als "Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan" bezeichnet, für die Beteiligten tatsächlich anfühlt.

Iris Hanika
Das Eigentliche
Hans Frambach ist Archivar im Institut für Vergangenheitsbewirtschaftung (!), das die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, sprich den Holocaust "bewirtschaftet", wie Hanika es mit sarkastischer Frechheit nennt: Nachlässe jüdischer Emigranten werden eingesammelt, eingesiegelt, abgestempelt

