Englische Romane

Anne Enright, Die Schauspielerin. Roman. Penguin VerlagAnne Enright
Die Schauspielerin

"Nicht nur auf der Leinwand oder auf der Bühne, sondern auch am Frühstückstisch war meine Mutter Katherine O’Dell ein Star," und das hat die Tochter Norah, die als Kind vom Bühnenrand aus den irischen Liedern ihrer Mutter lauschte, weit weniger gestört, als man vermuten könnte.

Nick Hornby, Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst. Kiepenheuer & WitschNick Hornby
Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst
Eine Ehe in zehn Sitzungen

Tom und Louise sind eigentlich ein ganz normales Ehepaar, seit vielen Jahren verheiratet, sie haben zwei Kinder. Sie ist Ärztin, er Musikkritiker, beide Anfang vierzig, sie mit Job, er seit einem Jahr ohne. Sie treffen sich im Pub.

Anna Hope, Wer sind wir, Carl Hanser VerlagAnna Hope
Was wir sind

"Du solltest an deinen Freundschaften festhalten, Lissa. An den Frauen. Am Ende werden nur sie für dich da sein." Guter Rat einer 68er Feministin an ihre erwachsene Tochter, aber bekanntlich ist guter Rat eben auch teuer.

Margery Sharp, 
Die vollkommene Lady. Roman, Eisele VerlagMargery Sharp
Die vollkommene Lady

Welch ein Auftakt: Julia Packett liegt in der Badewanne, singt die Marseillaise und unterhält die Gerichtsvollzieher, die ihre letzten Möbel pfänden wollen, mit Anekdoten aus ihrem früheren Leben am Theater – bis sie schließlich mit einem Pfandleiher handelseinig wird und die Wanne verlassen kann.

Ian McEwan, Maschinen wie ich. 
Roman, DiogenesIan McEwan
Maschinen wie ich

Was bedeutet technischer Fortschritt für uns Menschen, wie nützlich können uns Maschinen sein und wie gefährlich kann Künstliche Intelligenz werden? Zur Beantwortung dieser Fragen schickt uns Ian McEwan nicht etwa in eine ferne Zukunft, sondern in die jüngere Vergangenheit und verschiebt dabei ein paar Fakten.

Sebastian Barry Tage ohne Ende, Steidl Sebastian Barry
Tage ohne Ende

"Wir waren zwei Hobelspäne der Menschheit in einer rauen Welt", erinnert sich Thomas McNulty an seine erste Begegnung mit John Cole. Bevor sie sich als Soldaten verpflichten, da ist er noch keine 17 Jahre alt und John wenig älter, tanzen sie in Mädchenkleidern in Mr. Noones Saloon mit einsamen Bergleuten und Goldsuchern, "saubere Jungs", Strandgut der irischen Hungersnot und des Scheiterns im neuen Land USA in den 1850er Jahren.

Rachel Cusk, Kudos. Roman. SuhrkampRachel Cusk
Kudos

Ungewollte Berührungen muss Faye ertragen, als sie auf dem Weg zu einem Literaturfestival im Flugzeug neben einem total übermüdeten Mann sitzt, einem ehemaligen Unternehmensberater, dem sie schließlich ihren Platz am Gang anbietet, weil er dann die Beine ausstrecken kann – und, ständig wieder einschlafend, der Flugbegleiterin in die Quere kommt.

Mohsin Hamid, Exit West. Roman. DumontMohsin Hamid
Exit West

Sie trägt ein langes schwarzes Gewand, damit die Männer ihr nicht blöd kommen, sie ist Muslimin, aber nicht verschleiert, fährt trotz ihrer traditionellen Kleidung mit dem Motorrad zur Arbeit. Nadia hat sich von ihren Eltern losgesagt, will emanzipiert leben, frei.

Zadie Smith, Swing Time, Roman. Kiepenheuer und WitschZadie Smith
Swing Time

Als Kind hat sie den Film "Swingtime" mit Fred Astaire oft gesehen, aber ein Kindheitsbild komplett aus dem Gedächtnis verbannt: "Einen Fred Astaire mit schwarz geschminktem Gesicht … das Augenrollen, die weißen Handschuhe, das Bojangles-Grinsen."

Rachel Cusk, Transit. Roman, SuhrkampRachel Cusk
Transit

Faye, Schriftstellerin und Ich-Erzählerin, die wir aus "Outline" kennen, ist wieder in London - die Scheidung hinter sich, die ungewisse Zukunft vor sich und in einer Reihenhaushälfte wohnend, die erst mal komplett saniert werden muss, damit man darin mit zwei Kindern leben kann. Schlechtes Haus, aber gute Gegend.

James Gordon Farrell, Singapur im Würgegriff, Matthes und Seitz 2017, RomanJames Gordon Farrell
Singapur im Würgegriff

Als Matthew Webb nach dem Tod seines Vaters, eines der beiden Firmengründer von Blackett&Webb in die britische Kolonie Malaya kommt, warnt man ihn vor dem "Würgegriff“ von Singapur.

Julian Barnes, Der Lärm der Zeit, Kiepenheuer und WitschJulian Barnes
Der Lärm der Zeit

"Er wusste nur eins: Dies war die schlimmste Zeit" – alle drei Teile des Romans sind mit diesem Satz überschrieben. Ein Roman, in dem nicht viel und doch alles passiert: Ein Mann wartet auf den Lift, sitzt im Flugzeug, wird in einer Limousine befördert. Alles spielt sich in seinem Kopf ab, er grübelt über Bedrohungen nach, beschwört Erinnerungen.