Romane

Julia Schoch
Wild nach einem wilden Traum
„Ohne Vergessen gäbe es keine Geschichten. Sie sind das, was übrig bleibt. Wie die Spitze eines Eisblocks, die aus dem Wasser ragt, treiben sie dahin, einfach und scheinbar richtungslos. In Wirklichkeit aber wird ihr Kurs sehr wohl bestimmt, allerdings sehr weit unten, in einer Tiefe, die allen Blicken entzogen ist.“

Wolf Haas
Wackelkontakt
Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2025
„Escher legte auf und hoffte, dass er noch einmal einschlafen könnte, wenn er ein paar Seiten las. Auch Ala hatte eine zu kurze Nacht. Sie war zum ersten Mal allein in einem Hotelzimmer. Sie konnte nicht schlafen. Das Buch war einfach zu spooky. Etwas stimmte nicht damit. Wie wenn man durch ein Fernglas schaute, aber verkehrt herum. Dass einem schwindelig wurde.“

Caroline Peters
Ein anderes Leben
Drei Töchter, drei Väter und eine Mutter: Hanna. Sie hat mit ihren drei besten Freunden studiert, Lexika verkauft, sie dann nacheinander geheiratet und von jedem eine Tochter bekommen. Familienplanung? Ein Fremdwort wie "Patchworkfamilie", die in den 60er und 70er Jahren gesellschaftlich nicht akzeptiert war. Aber Hanna ist anders, sie schert sich nicht um Konventionen.

Christoph Ransmayr
Egal, wohin, Baby
„Aber was für ein triumphaler, nicht nur in der Welt des Verbrechens, der großen und kleinen Fluchten, standesamtlicher Rituale und des Betrugs gepflegter, revolutionärer Akt, diesen verliehenen Namen abzustreifen, sich selbst noch einmal und neu zu taufen! Und sich so in eine Gestalt des eigenen Willens zu verwandeln: Ich nicht als ich.“

Joachim Meyerhoff
Man kann auch in die Höhe fallen
Beliebtes Fast Food von Mutter Meyerhoff: Der Döner vom Bahnhofskiosk und die Currywurst am Strand – Auto fährt sie ebenso rasant wie leichtsinnig und verspricht „Die grüne Hölle wartet bereits auf dich.” Gemeint ist ein riesiger Garten, in dem die 86jährige mit Hingabe gräbt, pflanzt, mäht, Unkraut jätet, Bäume und Büsche stutzt, Gäste empfängt und Graureiher mit dem Luftgewehr erschreckt.

Martina Hefter
Hey Guten Morgen, wie geht es dir?
Deutscher Buchpreis 2024
Juno liebt Sternbilder. Dafür muss sie gar nicht den Himmel beobachten, es reicht ihr die heimische Wohnzimmerdecke. Das alte Stuckrelief ist so oft übermalt worden, dass sich dort mit ein bisschen Fantasie jede Menge Planeten tummeln. Nachts liegt sie auf ihrer Gymnastikmatte und schaut nach oben.
