Romane

Milena Michiko Flašar
Herr Katō spielt Familie
Auf seinem Heimweg vom Arzt, der ihn für rundum gesund erklärte, weicht Herr Katō vom gewohnten Weg ab, und auf einem Friedhof wagt er ein spontanes Tänzchen, wie ein Affe, wie ein sterbender Schwan, "wie in dem Ballett, in das ihn seine Frau vor der Ehe gezwungen hat, damit er wüsste, sie sagte es so, ‚wer ich bin‘."

Norbert Gstrein
Im ersten Licht
SHORTLIST DES LEIPZIGER BUCHPREISES 2026
„Halbverblödete Bürschchen, die mit bunten Federbüschen auf ihren Köpfen ins feindliche Feuer stürmen und sich wie Spielzeugfiguren aus dem Sattel schießen lassen, nachdem sie davor so viel Unheil angerichtet haben, wie sie nur anrichten können.“

Marina Schwabe
Rift
Von New York aus zum Pazifik, auf dieser Route bewegen sich Zuzanna und Janko, Schwester und 36 Jahre alter Bruder, und beide wissen, dass ihm ungefähr ein halbes Jahr bleibt, bis seine schwere Krankheit ihm das Leben nehmen wird. Die Ich-Erzählerin ist entschlossen, den Kindheitstraum trotz spärlicher Mittel – 15 Dollar am Tag – wahr zu machen: einen Roadtrip durch Illinois, South Dakota, Wyoming, Montana, Utah bis nach Kalifornien.

Kaśka Bryla
mein vater der gulag die krähe und ich
Nicht nur der Nobelpreisträger 2025 ist ein Meister der seitenlangen Sätze: Kaśka Bryla verwandelt die Reflektionen ihrer Ich-Erzählerin in schwingende Sprachströme, die weit tragen und Türen in die unterschiedlichsten Geschichten und Befindlichkeiten öffnen.

Christine Wunnicke
Wachs
Shortlist Deutscher Buchpreis 2025
„Sie trug ein schlichtes grauwollenes Kleid und darüber eine dunkle Hemdschürze. Um ihren Hals lag ein altmodischer weißer Kragen ... war das ein flüchtiges Nönnchen? Hatte sie den Schleier vom Kopf gerissen, als sie dem Kloster entsprang, und nur diese Haube aufbehalten? Trugen sie solche unter den Schleiern?”

